Das 25-Jahr-Jubiläum des beliebten Unihockeyturniers in der Deitinger Zweienhalle ging erfolgreich über die Bühne. Über 100 Teams gaben dem traditionellen Weihnachtsturnier des TSV Unihockey Deitingen die Ehre und liessen keine Zweifel aufkommen, dass der Anlass auch nach 25 Jahren immer noch ein sehr beliebtes Ziel zwischen Weihnachtsbraten und Sylvester Party ist.

Jubiläum will geplant sein

Die Vorbereitungen für die Jubiläumsausgabe starteten schon vor mehr als einem Jahr. Bereits im Vorfeld der 2016-er Ausgabe des Christmas Cup sammelte das OK Ideen für den 25. Geburtstag. Von Anfang an war klar, dass der Mittelpunkt des Anlasses – das Unihockeyspielen – nicht eingeschränkt werden soll. Und so konzentrierten sich die Specials auf neben den Spielfeldrand. So gab es am ersten Turniertag z.B. eine Fotobox mit anschliessendem Facebook-Wettbewerb, die für Abwechslung und lustige Schnappschüsse sorgte. Und beim Juniorenturnier am zweiten Tag waren vor allem die Medaillen, die an sämtliche Spielerinnen und Spieler verteilt wurden sowie die passend der Farben des Herstellers auffallend orangen Chips-Säcke der Renner. Die Helfer wurden passend zum Jubiläum mit Shirts mit goldenem Ball im Logo eingekleidet.

Full-House in der Zweienhalle – so muss es sein!

Christmas Cup in Deitingen bedeutet immer Full-House in der Zweienhalle. Angefangen bei den Parkplätzen, die bis zum letzten Platz belegt sind. Trotzdem sind auf Parkplatz suchende Autofahrer dank den Verkehrshelfern eine Seltenheit. In der Halle angekommen, geht es weiter mit der Tischsuche. Durch die vielen teilnehmenden Teams ergeben sich im Spielplan auch mal längere Wartezeiten, welche die Teams aber mit einem Sampler von der Wirtschaft oder einfach einem kühlen Blonden zu überbrücken wissen. Tischeinweiser gibt es zwar nicht, doch erfahrene Christmas Cup-Teilnehmer wissen inzwischen, dass nebst dem Foyer auch anderweitig Sitzgelegenheiten in der Halle zu finden sind. In jeder genüg grossen Nische wartet ein Tisch auf den nächsten Hamburger oder die nächste Portion Pommes. Zuvor steht aber noch der Gang zur Wirtschaft und damit häufig zur Warteschlange vor den Kassen an. Trotz Spitzenleistungen der Küchen-Crew ist eine gewisse Wartezeit vor dem Tresen nicht zu vermeiden.

Aber all das gehört zum Christmas Cup dazu. Viele kommen genau deswegen. Wo sonst treffen sich so viele Gleichgesinnte? Da wird die Warteschlange vor der Küche zum Treffpunkt und bevor man sich versieht, trinkt man mit dem Gegner aus dem vorangegangenen Spiel ein Bier. Genau das macht den Christmas Cup aus.

Seriensieger und jene, die es werden wollen

Unihockey gespielt wurde am Christmas Cup 2017 natürlich auch. Von den 108 angemeldeten Teams fanden immerhin deren 106 den Weg nach Deitingen. Verteilt auf die zwei Turniertage wurde also wieder intensiv um Punkte gekämpft. Bei manchen erkannte man so einiges an Talent, während andere vor allem aus Spass am Spielen dabei waren. Aber genau darum verteilen sich die Teams ja auf viele verschiedene Kategorien, so dass für jeden genau das Richtige dabei war.

Nachdem im 2016 mit dem dritten Sieg in Serie die Ära von Biebers «Wurscht» bei den Aktiven zu Ende gegangen ist, übernahmen im 2017 nicht mindertalentierte Unihockeyaner das Zepter, auch wenn der Name «Die Nichtskönner 3.0» auf etwas anderes hindeuten könnte. Bei den Pläuschlern hat Seriensieger «Team MRF» das Triple verpasst, ihnen Stand im Final «Shotmaschine» Rohn’s Team im Weg. Geschafft hat das Triple dafür «PNÖ» bei den gemixten Pläuschlern – sie dürfen den Pokal nun im Vitrinenschrank ausstellen – oder wo auch immer das gute Stück einen Platz findet. Gleiches blieb dem Damenteam von United Unicorns (mit «d») leider verwehrt. Sie mussten nach zwei Titeln in Folge mit Platz drei vorliebnehmen. Der Pokal erhält nun (die hoffentlich korrekte) Beschriftung von «Es fegte Uhren».

Beim Juniorenturnier am zweiten Tag war wohl Tag der bösen Teams – jedenfalls was ihre Namen angeht. Ob die grünen Teufel und die schwarzen Wölfe Angst und Schrecken verbreiteten, wissen wir nicht. Auf jeden Fall machten sie genügend Eindruck, um am Schluss den Siegerpokal bei den Junioren C respektive Junioren D in die Höhe zu stemmen. Etwas liebevoller gings bei den Junioren B zu und her. Wie könnte sich sonst ein Team mit dem Namen «Plöischler» zum Sieger küren lassen? Bei den kleinsten Anwesenden – den Junioren E – waren die Kids vom SVWE siegreich und bei den Ältesten (Junioren A) ging der Pokal an Nachbar Derendingen.

Auf die nächsten 25 Jahre

Zu guter Letzt bleibt der Dank den vielen Teilnehmern und Zuschauern, den ca. 90 Helfern für ihre über 900 geleisteten Stunden, den 600 Hamburgern, die gegessen werden durften und den vielen Litern Bier (und Mineral), die uns vor trockenen Kehlen bewahrten. Es darf gerne die nächsten 25 Jahre so weitergehen!

Allen ein gutes und erfolgreiches (Unihockey) Jahr.